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Die fürstbischöfliche Verwaltung

 Das Fürstbistum Münster war eingeteilt in Ämter und Kirchspiele. Das Kirchspiel Reken gehörte zum Amt Ahaus, dessen Verwaltung in den Händen des Amtsdrosten lag. Leiter oder Vorsteher des Kirchspiels Reken war der Besitzer des Amtsschulzenhofes oder Gutes „Reken“, wie es in einigen Schriften heißt.

 Der 7 jährige Krieg (1756 - 1763)

 Wieder folgte eine entbehrungsreiche Zeit. Der Fürstbischof von Münster aus dem bayrischen Hause Wittelsbach stand als Kaisertreuer auf der Seite von Maria Theresia, und das Münsterland war für die Preußen daher feindliches Gebiet.Zuerst rückten die mit der Kaiserin Verbündeten Franzosen unter Marschall d'Estrées in Reken ein und bezogen hier Quartier.

 

Vom Fürstbischof erlassene Wegeordnung 

 Aus der Wegeordnung des Bischofs einige Auszüge:
II. Abschnitt
Von den Wege-( Geldern) . . . und derselben Erhebung
19) Jeder ist nach Gebrauche, den er von der Landstraße macht;
      zu deren Unterhaltung beizutragen schuldig. Niemand ist in der Regel von der Zahlung des Barrieregeldes befreit.

Entlassungschein des Berndt Pläsker 

 „Coesfeld I. Juni 1678."
Hochgehohren Fürsten und Herrn Herr Christof Bernhard von Gahlen, Bischof von Münster; des Heiligen Römischen Reiches, deutscher Nation, kaiserlich deutschen Kriegsfürsten, Administrator zu Corvey, zur N. N. Vendti Herr zu Borculo g. g.

Fürstbischof Hermann II ( 1173 - 1203) 

Bischof Hermann II. gilt als der Begründer des Fürstbisttuns Münster. Er war Berater Kaiser Barbarossas und unterstützte ihn gegen die Machtansprüche des Sachsenherzogs Heinrich des Löwen. Dieser verweigerte dem Kaiser die Treue. 

Das Kloster Werden trat seinen Herrschaftsbereich nördlich der Lippe an das in der Entwicklung begriffene Fürstbistum Münster ab. Reken muss aber schon 1173 zu Münster gehört haben. In einer Urkunde aus diesem Jahr wird der Haupthof Reken „Curia Recene“ als dem Domkapitel hörig bezeichnet. Auch wird Reken zu dieser Zeit nicht mehr im Heberegister der Abtei Werden geführt.

Das fürstbischöfliche Schultenamt in Reken.
Der Haupthof Reken bildete mit seinen Unterhöfen eine Hofgemeinschaft, die dem Domkapitel unterstand. Den Vorsitz führte der Schulte.
Die Hofsprache.
Zweimal im Jahre erschienen von etwa 1200 an alle Bauern der Unterhöfe auf dem Schultenhof zur „Hyensprak“ (Hofsprache), um ihr Stimmrecht auszuüben.

 

Ritter Werenzo (1173 - 1219) 

 Der erste bekannte Schulte des Amtshofes Reken war der Ritter Werenzo. Er hatte das Amt von 1173 - 1219 inne. Er stammte aus dem hochadeligen Geschlecht derer von Lohn (Stadtlohn). Als Dienstmann (Ministerial) trat er in den Dienst des Bischofs von Münster, wobei ihm der Haupthof Reken vom Domkapitel als Lehen überlassen wurde. Er nannte sich schlicht und einfach - Bernhard Werenzo.

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Die fürstbischöflichen Zeit

 Vom Jahre 1181 an bis 1803 stand Reken unter der Herrschaft der Fürstbischöfe von Münster.Es war für die Bewohner Rekens eine segensreiche und gute Zeit. Das Sprichwort „Unter dem Krummstab ist gut leben“ hat sich hier in Reken voll bewahrheitet. Das Hofrecht sowie die alten sächsischen Gesetze, die Ecco von Repcon auf Veranlassung des Grafen Höier von Frankenstein gesammelt und im „Sachsenspiegel“ schriftlich niedergelegt hat, Wurden stets eingehalten. Das Domkapitel schützte tatkräftig seine Untergebenen gegen die Machtansprüche der Ritter und Grafen. Eine günstige Stellung der Rekener Bevölkerung blieb erhalten, obwohl ein Großteil der Bauern in Eigenhörigkeit zum Bischof stand.
Dies war keine Leibeigenschaft, wie sie heute vielfach von den Geschichtsschreibern dargestellt wird. Wenn es in einer Urkunde heißt: „Der Hof Specking wird an das Kloster Marienborn verkauft“, so war das nicht ein Kauf im heutigen Sinne, sondern eine Unterstellung an das Kloster, das von der Zeit an alle Abgaben des Hofes erhielt und dessen Verbindlichkeiten übernahm. 
Dies war der große Unterschied zwischen der Leibeigenschaft und der Eigen- oder Hoflıörigkeit.

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