• 11251.jpg
  • funk.jpg
  • gross.jpg
  • water.jpg

Preussischer Militärdienst

Die Bevölkerung im Rekener Raum ist gegenüber den Bewohnern anderer Gebiete Deutschlands von großer Statur, weshalb der größte Teil der hiesigen Wehrpflichtigen zur Garde nach Berlin eingezogen wurde. Vor dem Bau der Eisenbahn mussten die ausgehobenen jungen Burschen vom Sammelplatz Hamm aus zu ihrem Einberufungsort marschieren.
Wie aus den Marschpapieren eines Bernhard Heinrich Benson ersichtlich ist, erhielt er bei seiner Entlassung in Berlin an Kleidung 1 Waffenrock, 1 Tuchhose, 1 Halsbinde und Schuhwerk, an Entlassungsgeld für 31 Marsch- und Ruhetage 5 Reichsthaler und 5 Silbergroschen (17,10 Mark). Die 31 Marschtage waren berechnetfür den Weg von Berlin nach Reken. Ein Hermann Gerhard Schneermann konnte schon 1864 mit dem Zug von Köln bis Essen fahren und von dort zu Fuß nach Reken gehen, wofür er 25 Silbergroschen Zehrgeld erhielt. Ein Bernhard Humberg aus Klein-Reken diente in Münster bei den Kürassieren. Anfang des Jahres 1858 erhielt er Heimaturlaub und marschierte heim. Am 4. Januar kam er abends in Haltern an. Dort wurde ihm geraten, Wegen des Schnees und der Kälte erst am anderen Morgen den Marsch fortzusetzen, er aber zog weiter. Am 5. Januar morgens fand man ihn am Weg in Specking erfroren auf. Auf dem Friedhof in Klein Reken wurde er am 8. Januar mit militärischen Ehren beigesetzt. Seine Angehörigen errichteten an der Unglücksstätte das heutige „Speckinger Kreuz“.
Wegen der Preußenfeindlichkeit desertierten viele und gingen nach Amerika.
 Auszug aus einem Amtsblatt mit Steckbriefen

Free Joomla! template by Age Themes

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.