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Die nächsten Termine des Heimatverein

Keine Termine

„Feuerwehr in vergangenen Tagen“.

Mit diesem Thema beschäftigten sich die Besucher des Proaloawends des Heimatvereins Reken am vergangenen Montagabend im Heimathaus Uphave. Der neue Leiter des Heimatarchivs, Hermann-Josef Holthausen, hatte hierzu eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet, um den Proaloawendbesuchern das frühere Feuerwehrwesen in Reken an Beispielen aus der Chronik des ehemaligen Freiwilligen Feuerwehr Groß Reken in Erinnerung zu rufen.

002 Mannschaftsfoto 1938Mitglieder der  Freiwilligen Feuerwehr Groß Reken im Jahre1938: In der Bildmitte (vorn) mit Schirmmütze Wehrführer Johann Thebing, rechts in der vorderen Reihe, ebenfalls mit Schirmmütze, der stellvertretende Wehrführer Johann Konniger, der später (1957) als Wehrführer in Ausübung seines Dienst in der Feuerwehr tödlich verunglückte.

 

Auf der vollbesetzten Tenne des Uphave-Hauses ging Holthausen zunächst auf die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in der bis 1969 selbständigen Gemeinde Groß Reken ein. Am 8. September 1908 bildete sich die Wehr aus der damals bestehen-den Brandwacht. Die seinerzeitige Stärke betrug 30 Mann; der erste Wehrführer wurde Bauer Lensing. Neben den klassischen Brandeinsätzen gehörte in den Anfängen des organisierten Feuerschutzwesens vor allem die „Geburtstagsfeier des deutschen Kaisers“ (Januar) zu den geselligen Zusammenkünften der neugegründeten Feuerwehr.

 

001 Altes Feuerwehrgerätehaus Groß Reken mit Schlauchturm und Arrestzellen Ferzeichnung 1911 Federzeichnung vom alten Groß Rekener Feuerwehrgerätehaus (1911) mit Schlauchturm und Arrestzellen

1911 wurde für die Wehr ein Gerätehaus mit Schlauchturm und zwei Arrestzellen gebaut, da die Gemeinde damals auch noch Ortspolizeibehörde war. Das Gebäude wird heute genutzt als Eis-Café an der Heidener Straße in Groß Reken. In diesem Jahr 1911 wurden auch 200 Meter Schläuche und eine neue Spritze, „die Wasser ansaugt“, angeschafft. Im Jahr der Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehens der Feuerwehr (1933) gab es zu berichten, dass die jüdischen Feuerwehrkameraden Hermann Levinstein und Samuel Silberschmidt auf höhere Anweisung die Feuerwehr verlassen mussten. Beide gehörten bereits in den Gründerjahren aktiv zur Groß Rekener Feuerwehr. Wegen dieser Anordnung der Nationalsozialisten und aus Solidarität mit ihren jüdischen Mitbürgern traten acht namentlich bekannte Rekener Feuerwehrkameraden aus der Wehr aus, eine im damaligen NS-Staat mutige und nicht ungefährliche Entscheidung.

Mitte des Zweiten Weltkrieges bestand die Wehr nur noch aus alten und für den Kriegsdienst untauglichen Männern, nachdem alle wehrfähigen Männer zum Militär eingezogen worden waren. Hinzu kam eine Jugendabteilung von 12 Personen. Zum Einsatzszenario während des Krieges ein Auszug aus einem Einsatzprotokoll: „7. Juli 1941. Bombenangriff in Hülsten. Die Gehöfte Kattenpohl und Thies brannten völlig aus. Der Bauer Thies wurde dabei getötet. Die Wehr war den ganzen Tag im Einsatz.“

Nach dem Kriege bleibt für die Groß Rekener Feuerwehr besonders das Jahr 1957 in Erinnerung. Am 3. Mai geriet der neu zu beschaffende Mannschaftswagen bei einer Probefahrt ins Schleudern und prallte gegen einem Baum. Wehrführer Johann Konniger wurde dabei tödlich verletzt. Mit ihm hatte die Wehr ihren ersten Toten zu beklagen, der im Dienste der Feuerwehr sein Leben ließ.

Durch den freiwilligen Zusammenschluss der selbständigen Gemeinden Groß Reken, Klein Reken und Hülsten zu einer neuen Großgemeinde Reken (1969) wurden die Freiwilligen Feuerwehren zur einer Wehr mit Namen „Reken“ zusammengelegt, wobei die beiden Wehren als selbständige Löschzüge bestehen blieben. Der damalige Wehrführer von Groß Reken, Bernhard Schulze-Holthausen (genannt „Schultenbuers Bennard“) wurde auch Wehrführer der neuen Freiwilligen Feuerwehr Reken. Als erster großer Einsatz nach der Zusammenlegung vermeldet die Chronik den Großbrand eines Schweinestalles an der Arbeiterkolonie Maria Veen (1972), bei dem auch ein Heiminsasse durch Rauchvergiftung ums Leben kam.

003 Großbrand einer Viehscheune der Arbeiterkolonie Maria Veen 1972Großbrand des Viehstalles der Arbeiterkolonie Maria Veen am  21.10.1972; ein Heiminsasse starb nach einer Rauchvergiftung.

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