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Die nächsten Termine des Heimatverein

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Proaloawend mit Josef Niewerth

Einen besonderen Leckerbissen bekamen die Rekener Heimatfreunde am vergangen Montagabend im Heimathaus Uphave im Rahmen des traditionellen Proaloawends serviert, nämlich den Reisebericht des Vorstandmitgliedes Josef Niewerth von seinem Trip durch die Weiten Russlands bis hin zur Pazifik-Küste. „Ein Rekener in Wladiwostok“ hieß dabei das angekündigte Thema eines Abends, das – unterstützt von Fotos – eine abenteuerliche Fahrt durch das größte Land unseres Planeten versprach.

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Das Foto zeigt Josef Niewerth (links - stehend) bei seinem Vortrag im Heimathaus Uphave

Josef Niewerth, Mitglied im Vorstand des Rekener Heimatvereins, hatte nach der Wende (1990) als Landesbediensteter rund 50 teilweise auch humanitäre Touren in die russische Föderation unternommen. Für sein verdienstvolles Engagement wurde er 2015 mit einem Orden in St. Petersburg geehrt. Durch seine berufliche Fahrten erlernte er auch die russische Sprache. Mit der im letzten Jahr durchgeführten mehrmonatigen Reise quer durch Russland bis in die Hafenstadt Wladiwostok an der Pazifikküste erfüllte sich Josef Niewerth seinen Lebenstraum. Gemeinsam mit seinem Hund „Ben“ hatte er sich Mitte letzten Jahres mit einem geländegängigen Automobil auf eine doch recht abenteuerliche Fahrt begeben. Insgesamt legte er mit seinem Fahrzeug in der mehrmonatigen Reisezeit 27.000 Kilometer zurück.

Die Schönheiten einer sich ständig verändernden Landschaft, die vielen Eindrücke an den zahlreichen Füssen und Seen, die unendlichen Weiten Sibiriens, die Lebensweise der Bevölkerung und damit verbunden das einfache Leben auf dem Lande konnte Josef Niewerth den Proaloawendbesuchern nicht nur mit Bildern nahe bringen. In einem Dorf bot ihm beispielsweise ein älterer Bewohner sofort seine Tochter zur Mitnahme nach Deutschland an, als er von der monatlichen Rentenhöhe des Rekeners erfuhr.

Die Fahrt durch die Mongolei und damit durch die Heimat Dschingis Khans war für Josef Niewerth der gefährlichste Abschnitt seiner Reise. Sämtliche Wildtiere bevölkern hier die Hauptverbindungsstraßen, wobei die Kadaver an den Straßen-rändern von ständigen Zusammenstößen mit Lkws und Autos zeugten. Bis nach Wladiwostok waren neun (9) Zeitzonen zu durchfahren. Übrigens, so erläuterte Niewerth, waren viele Wärterhäuschen entlang einer Bahnstrecke oder aber die Tankstellengebäude wegen befürchteter räuberischer Überfälle rundum vergittert.

Die Polizeikontrollen fanden in den meisten Fällen immer an Brückerbauwerken statt. Allerdings wurde dann vor dem Befahren der Brücke eine intensive Kontrolle durchgeführt; beim Verlassen der Brücke wiederholte sich der Vorgang. Josef Niewerth hob während seines Vortrages auch hervor, dass er bei allen Kontakten mit den Menschen immer herzlichst aufgenommen worden war: „Die Menschen in Russland sind sehr entgegenkommend.“

Die Frage eines Proaloawendbesuchers, warum sich er sich als Reiseziel Wladiwostok ausgesucht habe, beantwortete Josef Niewerth in seiner humorvollen Art: „Ich wollte einmal in meinem Leben im japanischen Meer geschwommen sein.“ Auf dem letzten Teil der Rückreise hatte es dem „Russland-Kenner“ vor allem das Wolgadelta angetan. „Als Hobbymaler“, so verkündete Niewerth am Schluss seiner Ausführungen, „bin ich zur Zeit damit angefangen, meine Eindrücke auf der Leinwand malerisch festzuhalten.“

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