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Reken unter französischer Herrschaft 

Die Französische Revolution von 1789 brauste wie ein Sturm über Europa, brachte die alten errschaftssysteme zum Einsturz und führte bedeutende Änderungen der Landkarte herbei. Sie brachte einen Napoleon an die Macht, der brutal und rücksichtslos seine Herrschaft durchzusetzen versuchte.

Der Eigensinn und die Uneinigkeit der deutschen Fürsten, vor allem der Zwist zwischen Habsburg und Hohenzollern, führte 1801 zum Frieden von Lun'eville, in dem Napoleon alle linksrheinischen Gebiete Frankreich zuführte.
Durch den Reichsdeputa- tionshauptschluß vom 25. Februar 1803 sollten alle deutschen Fürsten, die ihr Land links des Rheins verloren hatten, durch rechtsrheinische Gebiete entschädigt werden. Zu diesem Zwecke wurden alle fürstbischöflichen und geistlichen Territorien säkularisiert (verweltlicht) und aufgeteilt. Das Feilschen der deutschen Fürsten um die Beute ist kein Ruhmesblatt für diese in der deutschen Geschichte. Die Fürsten Konstantin zu Sahn-Sahn und Friedrich von Salm-Kyburg erhielten vom Fürstbistum Münster den westlichen Teil, zu dem auch Reken gehörte. Im Jahre 1806 wurde es dem Großherzogtum Berg zugeteilt, dessen Regent der Marschall Murat war, ein Schwager Napoleons.
Am 15. Dezember 1810 wurde Reken dem französischen Kaiserreich einverleibt. Für das ganze Gebiet erfolgte eine Aufteilung in Departements, Arrondissements und Kantone. Reken kam zum Arrondissement Rees.
Aus dieser Zeit sind eine Reihe französischer Wörter im Plattdeutschen zurückgeblieben, wie „Paraplü“ für Schirm, „Porrär“ - Barriere für Schlagbaum, „Pandarm“ für Waffen. abgeleitet von: Pas d'armes usw.
Die harte Diktatur Napoleons und die hohen Steuern, die er für seine Eroberungsplane brauchte, ließen die anfängliche Sympathie für die französische Regierungsform (Code Napoléon) in Hass unıschlagen. Er ließ auch alle jungen Burschen zu seiner großen Armee einziehen, und wer desertierte, wurde erschossen. Wer einem Flüchtling. weiterhalf oder ihn versteckte, musste mit schwerer Strafe rechnen. Als im Jahre 1809 eine Aufstandswelle durch Deutschland ging, empörten sich auch die Merfelder Bauern. Sie hatten schon in früheren Jahren schwer unter der Abgabenlast an den Herrn von Merveld gelitten und wurden von ihm unter der Fremdherrschaft noch stärker zu Diensten herangezogen. Nach den Befreiungskriegen durfte der Herr von Merveld sich dort nicht mehr sehen lassen und verkaufte seinen ganzen Besitz an den Herzog von Croy in Dülmen.

Die Eisfelder Russlands, in denen Napoleons „Grande Armee“ im Winter 1812 - 15 unterging, wurden auch zum Friedhof für die Rekener, die bei seiner Truppe mitmarschieren mussten.
Wie viele es gewesen sind, ist nicht bekannt.
Nur von dreien liegen Nachrichten vor: Heinrich Rentmeister aus Klein Reken und von den Brüdern Joan und Fridericus Benson

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