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Archäologische Fundstücke
aus der Vorzeit im Rekener Raum

  • Archaeologische_Fundstuecke

Ein Betrag zur Heimatgeschichte von Reken, zusammengestellt vom Arbeitskreis Heimatarchiv im Heimatverein Reken e.V.
Ausschnitte aus dem Projekt
von 
Hubert Tenbohlen und Josef Sondermann

Übersicht über die archäologischen Funde der Vorzeit in Reken

  • uebersicht_ueber_die_archaeologischen_Funde_der_Vorzeit_in_Reken

Erster Zeitabschnitt: Mittlere Steinzeit – 9.000 bis 4.500 v.Chr.

 

In der mittleren Steinzeit seit etwa 8.000 v.Chr. ging die letzte Eiszeit zu Ende. Das nordische Inlandeis zog sich bis nach Mittelschweden zurück. Mit der Erwärmung des Klimas bewaldete sich die Tundra. In den Kiefern- und Birkenwäldern lebten Rothirsch, Reh undWildschwein. Die Menschen in dieser Nacheiszeit waren Sammler und Jäger, die mit Pfeil und Bogen jagten. Sie betrieben Fischfang und sammelten wildwachsende Früchte. Dass Menschen in dieser Zeit hier am Heubach im Norden von Reken gelebt haben, wenn auch nur vorübergehend, das bezeugen viele Steinzeugfunde aus der End-Altsteinzeit und aus der mittleren Steinzeit, die Zeit also von 10.000 bis 5.000 v. Chr..


Das Material dieses Steinzeuges besteht aus Feuerstein, ein Kieselstein aus Quarz, der in unsere Region eingeführt werden musste. Der Feuerstein ist durch kräftiges Schlagen gegeneinander leicht sprengbar und zerteilt sich dabei zu scharfkantigen brauchbaren Einzelstücken.

Fundstelle an der Trasse B 67n, ein Gelände westlich (Hadenbrok) und östlich (Stevede) vom Heubach

Die LWL-Archäologie - Außenstelle Münster berichtet zu dieser Fundstelle :
Die Merfelder Niederung ist das ausgedehnteste Feuchtgebiet des Münsterlandes. Einzelne Bereiche der Moorablagerungen entstanden unmittelbar nach der letzten Eiszeit. Großflächig vernässte das Merfelder Tal aber erst ab dem Atlantikum (ab etwa 7 000 v. Chr.).
Zu allen Zeiten, besonders während der steinzeitlichen Epochen, boten die Randzonen dieses Sumpfgebietes optimale Siedlungsbedingungen.
Die inzwischen beschleunigten Planungen für den Bau der B 67n zwischen Reken (Kreis Borken) und Dülmen (Kreis Coesfeld) sehen vor, dass die Straßentrasse den mittleren Teil der Merfelder Niederung durchquert. Aufgrund der hohen archäologischen Bedeutung dieses Feuchtgebiets wurde im Sommer 2005 ein mehrere Wochen umfassendes Begehungsprogramm für den Bereich der bekannten Linienführung der B 67n veranlasst (B. Stapel, M. Escnyol).


8 cm lange Klinge aus westeuropäischem Importfeuerstein

Klinge, Klingengeräte und Schaber aus baltischem Moränenfeuerstein

Zweiter Zeitabschnitt: Jungsteinzeit – 4.500 bis 2.200 v. Chr.

In der Jungsteinzeit Nord- und Westdeutschlands lagen die Durchschnittstemperaturen 2 bis 3 Grad über den heutigen. Diese feucht-warme Klimaverbesserung begünstigte die Ausbreitung des Eichenmischwaldes in der bisherigen Tundra, in dem neben der Eiche die Ulme, Linde, Esche und Erle heimisch wurden. Waren die Nomadenstämme bisher Jäger und Sammler, so wurden sie nun sesshaft. Mit geschliffenen Steinbeilen und Äxten rodeten sie kleine Waldstücke, bearbeiteten den Boden und bauten feste Häuser. Archäologische Funde zeigen, dass damals Nacktgerste, mehrzeilige Gerste, Weizen, Einkorn, Hirse und Dinkel gesät und geerntet wurden. Das Ur, ein Vorfahre unseres Hausrindes, war weit verbreitet. Schaf, Ziege, Rind und Schwein wurden als Haustiere gehalten.


Suche nach der genauen Lage des Großsteingrabes mit moderner Geoelektrik

Durch die Rodungen in den vorigen Jahrhunderten mit Beseitigung und Zerschlagung der Findlinge ist die Fundstelle heute „übertägig“ leider nicht mehr sichtbar. Auch nach den von der LWL-Archäologie - Außenstelle Münster genannten unverbindlichen Koordinaten und nach der Ortsbeschreibung von Holtwick lässt sich die genaue Lage nicht feststellen.

  • Topographische Karte von 1994

Weitere Informationen finden Sie in der Ausarbeitung die Sie hier herunterladen können:

Literatur- und Bildverzeichnis

August Heselhaus, 1959: Jahrbuch des Kreises Borken
H. Knöll, 1959: Nordwestdeutsche Tiefstichkeramik, Münster/W.
August Heselhaus, 1974: Bodenforschung im Kreise Borken
E. Spockhoff, Berlin 1975: Atlas der Megalithgräber Niedersachsens u. Westfalens
Gemeinde Reken,1989: Chronik 1100 Jahre Reken
E. Dr. Schuhmacher, 2005: Das bronzezeitliche Gräberfeld auf dem Radberg bei Hülsten
Uta von Freeden und S. Schnurbein, 2006: Unsere Vorfahren von der Steinzeit bis zum Mittelalter

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