• 11251.jpg
  • funk.jpg
  • gross.jpg
  • water.jpg

Eine schlechte Ernte bedeutete stets Hungersnot und Elend 

 Dies muss im Jahre 1712 der Fall gewesen sein, denn der Chronist Hermann Fromm schreibt: „Anno 1712 den 31 December ist von Kanzel abverkündet, dass keiner mehr dörfen Fosel (Schnaps) brennen von Korn,
den es werde viel Korn damit verdorben und an unser gnedígster Landes Herr ist große Klußung (Klage) kommen, da viele Bauern des Sonntages dull und vull und ganz narrisch kamen in die Kirche und speiten den fosel aus ihr mundt, die weil sie so viel gesoffen hatten, dass nüchtern Menschen nicht konnten dauern bey solche drunken Leute, also hat unser gnedigste Landes Herr verboten lassen, nich mehr fosel zu machen bey 25 golt gulden Strafe. God gebe unseren gnedígsten Herrn Glück.

Nach dem Winter 1739/40, der einer der heftigsten und längsten war, die Deutschland erlebte, folgte eine schreckliche Hungersnot. Der Winter begann Mitte Oktober und dauerte bis in den Mai. Die Ostsee war zugefroren, so dass es möglich war, über das Eis nach Schweden zu gelangen. Die ganze Winterfrucht War erfroren, und das Sommergetreide konnte erst Mitte Juni ausgesät werden. Dementsprechend schlecht fiel im Herbst die Ernte aus, so dass kaum Brotkorn vorhanden war. Um das Schlimmste abzuwenden, wurde Brotgetreide über den Rhein herangeschafft. Damit im Wiederholungs Falle eine Notreserve vorhanden war, ordnete Fürstbischof Clemens August Herzog von Bayern an, Esskastanien zu pflanzen. Der „Pastors Kastanienbusch“ ist eine Anpflanzung aus dieser Zeit. Ferner befahl er, Waldpflanzung in der fast baumlosen Mark vorzunehmen. Seine Nachfolger setzten sein Werk fort. In einem Schreiben vom 3. Februar 1798 bat der Rekener Amtsschulze das Domkapitel, Weitere Esskastanien- Pflänzlinge in genügender Menge zu übersenden.
 
  • Anordnung des Fuerstbischofs ueber Holzdibstahl

Free Joomla! template by Age Themes

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen