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 Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen (1650 - 1678)

Mit der Wahl Christoph Bernhard von Galens zum Fürstbischof von Münster kehrte wieder Ruhe und Ordnung ein. Er setzte seine ganze Kraft ein, Wieder geregelte Lebensbedingungen zu schaffen.
Als erstes sorgte er für die Wiederbelebung des religiösen Lebens. Im Jahre 1659 Weihte er in Reken die beiden Kirchen (Groß Reken und Klein Reken) erneut ein und besetzte sie wieder mit einem Geistlichen. 45 Jahre lang War in Simon und Judas in Groß Reken das Ewige Licht erloschen gewesen und der Tabernakel ausgeraubt. - Die verarmte Bevölkerung erhielt Steuererleichterung. So brauchten diejenigen, die in der Zählung über die Schäden des 50jährigen Krieges als „unter besonderem Schutz“ Aufgeführten keine Abgaben entrichten und alle anderen nur die Hälfte. - 1665 wurde eine durchgehende Postverbindung geschaffen. Von den Postboten, Welche auf den geschaffenen Postlinien eingesetzt wurden, heißt es in späteren Jahren: 
 Bericht von den Botben zu Fuß wie sie in Münster ankommen und abgehen.
Borken oder Bocholdscher Bote logiert an Therings Haus auf der Frauenstraße, kommt an Mittwochs, geht ab Freytags nach Bocholt, Borken, Ramsdorf Rhede, Vehlen, Heiden, Recken, Raesfeld, Nottuln und Koesfeld. 
Wer die Lizenz als Kaufmann erhielt, musste den Kaufmannseid ablegen, der ihn verpflichtete, keine Betrügereien zu begehen und auch keine Wucherpreise zu nehmen.
 Die Fuhrleute mussten ebenfalls einen Eid ablegen, der sie zu einer korrekten Ausführung ihres Berufes zwang. Wahrsagerei, Duelle und Zeichendeuterei Wurden unter schwerer Strafandrohung verboten. In einem fürstbischöflichen Erlass aus dem Jahre 1675 wird die Einrichtung von Schulen angeordnet, „damit Jeder meiner Untertanen lesen und schreiben könne“. 7 Christoph Bernhard von Galen War neben dem Großen Kurfürsten von Brandenburg zur damaligen Zeit einer der mächtigsten Herrscher im Deutschen Reiche. Er hatte eine große Armee aufgebaut, die stark mit Kanonen ausgerüstet war, die gefürchtete „Münstersche Artillerie“. Deshalb wurde er auch „Kanonenbischof“ genannt, während er heute noch in Holland als „Bomben-Bernd“ bezeichnet Wird. Viele der in Reken vorhandenen gusseisernen Herdfeuerplatten sind von den Rekener Soldaten aus Holland mitgebracht worden. Zuletzt war Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen bei der Bevölkerung sehr unbeliebt, trotz der hervorragenden. Fürsorge, die er für seine Untertanen zeigte, weil er für seine große Armee jeden wehrfähigen Mann einzog. Nicht nur, dass seine Feinde von Hass triefende Hetzschriften gegen ihn verbreiteten, auch bei seinen Untertanen machten Spottverse die Runde. Verheiratete Männer Wurden vielfach vom Wehrdienst befreit, so dass laut Kirchenbuch ein Rekener ein zwölfjähriges Mädchen heiratete, um nicht einrücken zu müssen.

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