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Hofanlagen der Rekener Bevölkerung bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts 

Die Hofanlagen
Die Gehöfte der Rekener Bauern waren größtenteils entlang den langen Senken, die  Rekener Raum durchziehen, errichtet worden. Sie lagen am Rande der Sumpfgebiete, und das hatte seinen Grund. Erstens War dort Wasser vorhanden, was lebenswichtig war, zum anderen bot das schlecht passierbare Gebiet Schutz bei kriegerischen Auseinandersetzungen.
 Das Wohnhaus
Das Wohnhaus war ein langgestrecktes, einstöckiges Fachwerkhaus, das als geräumige Halle Menschen und Tiere unter einem Dache barg. Zwei wuchtige, auf einer Findlingsunterlage ruhende Ständerreihen, die durch Längs- und Querbalken Verbun- den waren, trugen das weite Sparrendach, welches mit Stroh oder „Reit“ (Schilf) gedeckt war.
Die Scheune
Dicht an der Zufahrt des Hofes lag die Scheune, der „Museschoppen“, so genannt, Weil er gegen Mäuse und Ratten gesichert war.
Geräte und Inventar
An Geräten und Inventar besaß man vor dem Einsetzen der Industrialisierung nur das Notwendigste. Eine Besitzaufschreibung eines Rekener Hofes vom August 1740 gibt einen Überblick, was an Geräten und Inventar vorhanden war: 
Der Spieker
Er diente zur Aufnahme der Erträge von Feld und Garten, hauptsächlich aber zum Lagern des Getreides. Er war  fast immer zweistöckig gebaut. 
Das Backhaus
Das Bienenhaus
Hinter einer Buchsbaumhecke im Garten befand sich das „Immenhaus“ (Bienenhaus).
Der Schafstall
Die Schafhaltung war die bedeutendste Einnahmequelle im Rekener Raum, deshalb hatte jeder Bauer einen Schafstall auf seinem Hof stehen. Die Breite und Länge des Stalles richtete sich nach der Größe der vorhandenen Schafherde

Die Hofanlagen
Die Gehöfte der Rekener Bauern waren größtenteils entlang den langen Senken, die  Rekener Raum durchziehen, errichtet worden. Sie lagen am Rande der Sumpfgebiete, und das hatte seinen Grund. Erstens War dort Wasser vorhanden, was lebenswichtig war, zum anderen bot das schlecht passierbare Gebiet Schutz bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Wer nicht Weg und Steg kannte, getraute sich gar nicht dort hinein. In den Senken befand sich der angeschwemmte fruchtbare Boden, der als Ackerland genutzt wurde. Die Hofanlage bestand meistens aus dem Wohnhaus mit der Stallung, dem Museschoppen (Scheune), den Schafstall, einem Bienenhaus, der Leibzucht und bei einigen Bauern noch aus einem Spieker.  Das ganze Gehöft War mit einem Wall umgeben, der mit einer Wallhecke und Eichenbäumen bewachsen War. Versehen war der Wall mit zwei Ausgängen, einem für die Fahrzeuge und das Vieh und einem Fußsteig, dem Haupteingang. Die Höfe Looks in Hülsten, Terheide im Preinhook (heute Hummert), Nienhaus in Klein Reken (heute Gastwirtschaft Alter Garten) und der Schultenhof in Groß Reken (Schulze-Holthausen) Waren mit einem Wassergraben, der Gräfte, umgeben. 
 
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Das Wohnhaus

Das Wohnhaus war ein langgestrecktes, einstöckiges Fachwerkhaus, das als geräumige Halle Menschen und Tiere unter einem Dache barg. Zwei wuchtige, auf einer Findlingsunterlage ruhende Ständerreihen, die durch Längs- und Querbalken Verbun- den waren, trugen das weite Sparrendach, welches mit Stroh oder „Reit“ (Schilf) gedeckt war. Dieses in Reken übliche Zweiständerhaus wurde in späterer Zeit nach der Seite durch eine mannshohe Seitenwand verbreitert. Die Wände bestanden aus einem mit Lehm beworfenen Strauchwerk, die später durch Feldbrandsteine ersetzt wurden. Nach 1800 lösten die „Dokkenziegel“ das Stroh- oder Reitdach ab. Die große Halle im hinteren Teil des Hauses, die „Deele“ (Tenne), war flankiert von den Viehställen, die sich in der „Afsiet“ befanden. An der einen Seite standen die Kühe und Schweine, an der anderen die Pferde. Der schräge Raum über den Ställen, die „Hiele“, barg das Stroh, Heu und den Torf. Der große Dachboden über der Tenne war Lagerraum für die Kornernte, die im Winter auf der Deele gedroschen wurde. Sie war vielfach mit „Pickstein-Boden“ bedeckt. Picksteine, kleine flache Eisensteine, die zahlreich im Rekener Raum vorkommen,Wurden senkrecht in den Lehmboden eingeschlagen und bildeten eine feste halbare Decke. Sie wurde nıusterförmig angelegt und War nur im Rekener Raum üblich.Oft war vor dem Herdfeuer aus weißen Kieselsteinen die Initialen JHS (,Jesus, Heiland, Seligmacher“) eingefügt. Diese Art der Befestigung der Tennen setzte nach 1600 ein, als man den Wohnteil vom Viehteil des Hauses durch eine Wand mit einem Guckloch trennte.
Die Gestaltung und die Länge eines Hauses richtete sich nach dem Anteil, den ein Bauer an der Nutzung der Mark besaß. Ein Vollerbe (Meßkornpflichtiger oder Zweipferdebauer) konnte mehr „Barren“ und „Sporen“ aus der Mark beanspruchen als ein Kötter und daher ein längeres Haus bauen. An der Länge des Hauses erkannte man die Größe und rechtliche Stellung eines Hofes.


     
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Die Scheune
Dicht an der Zufahrt des Hofes lag die Scheune, der „Museschoppen“, so genannt, Weil er gegen Mäuse und Ratten gesichert war. Auf die Spitze pyramidenartig zugehauener Steine waren Deckplatten gelegt, auf denen die unterste Balkenlage sich befand, die somit die ganze Scheune trug. Ungeziefer war es nicht möglich, von unten hineinzugelangen. Die Luft, welche unter der Scheune hindurchziehen konnte, trug zur Trocknung der in den „Bansen“ (Lagerungsraum) befindlichen Getreidegarben bei.
   
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Geräte und Inventar
An Geräten und Inventar besaß man vor dem Einsetzen der Industrialisierung nur das Notwendigste. Eine Besitzaufschreibung eines Rekener Hofes vom August 1740 gibt einen Überblick, was an Geräten und Inventar vorhanden war: 2 Wagen mit Beschlag, 1 Pflug, 2 hölzerne Eggen, das Pferdegeschirr, 1 Wohlkette (starke Kette), 2 Wannen, 2 Grepen, 2 Schnittladen mit Messer, 2 Kuhtröge, 2 Pferdetröge, 2 Pferdekisten (Futterkisten), 2 Eimer, 1 kupferner Kessel, 1 Waschbecken, 2 eichene Pöhle, 1 Zange, 2 Fürschießer (Blasrohr), 1 Röster, 2 Haole, 1 Kette, 1 Pfanne mit Eisen, 12 Stühle, 3 Tassen, 1 Schrank, 2 Truhen, 6 zinnerne Schüsseln, 6 zinnerne Löffel, 3 Betten, 12 Milchbecken, 1 Backtrog, 1 Kenne, 1 Milchfaß, 1 Kufe, 1 Säge, 2 Bähre (Beil). Bekleidung ist nicht aufgeführt. Die mit Goldplättchen belegten Nebelkappen der Frauen waren der wertvollste Besitz, den eine Familie besaß. 
     
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Der Spieker
Er diente zur Aufnahme der Erträge von Feld und Garten, hauptsächlich aber zum Lagern des Getreides. Er war  fast immer zweistöckig gebaut. Bei einigen Rekener Bauern barg das unterste Stockwerk die Anlagen zum Brauen von Bier. Seit den stürmischen Zeiten der Reformation war der Spieker vielfach festungsartig ausgebaut und mit einem Wassergraben umgeben. Dies geschah besonders auf den zum Domkapitel gehörenden Höfen. Der auf dem Schultenhof befindliche Spieker wurde 1821 abgerissen, während die Insel mit der Brücke erst 1950 verschwand. Dieser Spieker soll durch einen unterirdischen Gang mit der Wehrkirche verbunden gewesen sein, was aber bis heute nicht erwiesen ist.
Das Backhaus
Unter den Eichbäumen, etwas abseits der anderen Gebäude, stand das Backhaus. Es beherbergte neben dem gemauerten Ofen noch einen Raum zum Lagern des Brandholzes und zur Aufnahme des Backtroges, in dem der Brotteig hergestellt wurde.
   
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Das Bienenhaus
Hinter einer Buchsbaumhecke im Garten befand sich das „Immenhaus“ (Bienenhaus). Honig War sehr wichtig und unentbehrlich. Er diente zum Süßen und war Medizin und Stärkungsmittel zugleich. Honig hatte so große Bedeutung, dass die Sachsen Honigdiebstahl mit dem Tode bestraften. Anfangs imkerte man in Klotzbauten. Das waren ausgehöhlte Baumstämme von 40 - 50 cm Breite und einer Länge von 1,50 m. Im 15. Jahrhundert wurden diese unbeweglichen Stücke durch strohgeflochtene „Hüden“ (Bienenkörbe) ersetzt und in einem aus Fachwerk erbauten Bienenhaus untergebracht.
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Der Schafstall
Die Schafhaltung war die bedeutendste Einnahmequelle im Rekener Raum, deshalb hatte jeder Bauer einen Schafstall auf seinem Hof stehen. Die Breite und Länge des Stalles richtete sich nach der Größe der vorhandenen Schafherde

 

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