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Die Weimarer Zeit

Mit dem Ende der Monarchie und der damit verbundenen Auflösung der alten Ordnung folgten Bürgerkriegskämpfe unter den an die Macht strebenden Gruppen von links und von rechts. Der Spartakus-Aufstand im Jahre 1920 machte an der Grenze von Reken halt.
Die bis Lembeck, Raesfeld und Haltern vorgedrungenen roten Spartakus Verbände wurden von Regierungstruppen, deren Ausladung auf den Bahnhöfen Borken, Coesfeld und Dülmen erfolgte, niedergekämpft.
Reken blieb von den Grausamkeiten, die auf beiden Seiten geschahen, verschont.
Bis ins Jahr 1923 steigerte sich (am Ende katastrophal) die Inflation, die viele Menschen um ihre Ersparnisse brachte und in Armut und Not stürzte. Das letzte Inflationsjahr ist verknüpft mit dem Beginn der Ruhrgebietsbesetzung bis an die Lippe. Diese Besetzung durch französische Truppen brachte den menschen neue Erschwernisse.
Die Mitte der zwanziger Jahre ermöglichte dann allerdings im Lebensstandard knapp das Niveau, das unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg vorhanden war. Hierfür ist der Ausdruck von den „Goldenen Zwanzigern“ aber etwas irreführend.
Ein neuer wirtschaftlicher Niedergang ergab sich auch für Deutschland bald nach dem New Yorker Börsensturz am 25. Oktober 1929. Über 6 Millionen waren 1932 in Deutschland arbeitslos und konnten nur notdürftig ihr Dasein fristen. In Reken entstand ein freiwilliger Arbeitsdienst, in welchem die erwerbslosen Männer für 1 Mark und eine Suppe Kultivierungsarbeiten im Hülster Venn durchführten.
Im Jahre 1952 sollen 80% der Rekener Geschäftsbesitzer und 50% der Bauen vor dem Konkurs gestanden haben. Die arbeitslose Jugend Deutschlands schloß sich z.T. den Kommunisten in der Rotfront oder den Nationalsozialisten in der SA an. Da das Münsterland konservativ eingestellt war, erhielten die Braunen hier eher Zulauf.
In Klein Reken wurde ein SA-Sturm gegründet.
Im Ortsteil Groß Reken fanden viele Jugendliche ihr Tätigkeitsfeld in der von Kaplan Gleis stark geförderten „Deutschen Jugendkraft“ mit ihrem Fußball- und Theaterverein. 

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