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Die geschichtliche Entwicklung der Rekener Kommunalverwaltung 1940 - 1995

Gegen Ende des Krieges wurde das Verwaltungsgebäude am 23. März 1945 durch einen Bombenangriff völlig zerstört. Der Einmarsch der britischen Besatzungstruppen stellte überhaupt die Verwaltungstätigkeit zunächst einmal vollständig ein. In dem Schweringschen Gebäude an der Hauptstraße (heute Marienapotheke) legte man nach einigen Wochen der Untätigkeit den Grundstein für einen neuen Anfang Verwaltungsmäßigen Handelns.

Verwaltungschef des Amtes Heiden-Reken wurde nach dem Kriege auf Geheiß der britischen Besatzungsmacht zunächst Johann Temminghoff Er nannte sich noch Amtsbürgermeister.

Die Briten ordneten jedoch in ihrer Besatzungszone das Kommunalverfassungsrecht neu und führten auf kommunaler Ebene die aus der englischen Tradition stammende „doppelte Verwaltungsspitze“ (Rat und Bürgermeister einerseits, Gemeindedirektor und Verwaltung andererseits) ein. Daher erhielt der im August 1945 als Nachfolger Temminghoffs eingesetzte Amtmann Fritz Letsch bald offiziell die Bezeichnung Amtsdirektor.
Amtsdirektor Letsch hatte großen Anteil am Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg und zeichnete sich dabei vor allem durch eine sehr sparsame Wirtschaftsführung aus.
  • Fritz Letsch Amtmann
Fritz Letsch, Amtmann, später Amtsdirektor des Amtes Heiden-Reken von 1945 bis 1954 

Als nach fast acht Jahren die Pensionierung des Amtsdirektors Letsch bevorstand, brach die lange Auseinandersetzung der Gemeinde Heiden mit dem „Restamt Reken“ aus. Als am 9. Marz 1955 die Amtsvertretung tagte, stellte Amtsbürgermeister Hermann Illerhues (gleichzeitig Bürgermeister der Gemeinde Groß Reken) den Antrag, den Hauptsitz der Verwaltung nach Groß Reken zu verlegen. Daher fühlte sich Heiden in Gefahr, von den Rekenern zurückgedrängt zu werden.

Nach Wortgefechten zwischen Hermann lllerhues und dem Heidener Bürgermeister Alois Vorholt beschloss die Amtsvertretung schließlich mit 12 (alle Rekener Vertreter) gegen 11 (alle Heidener Vertreter) Stimmen die Verlegung der Verwaltungshauptstelle nach Groß Reken. Daraufhin beantragten die Heidener Amtsvertreter den Austritt Heidens aus dem Amtsverband. Die Rekener Parlamentarier stimmten jedoch dem bereits von Heidener Verwaltungskräften ausgearbeiteten Auflösungsvertrag nicht zu, und so lösten in der langen Debatte mehrere Kompromissvorschläge einander ab. Am Ende dieser denkwürdigen Sitzung wurde schließlich mit 16 gegen 7 Stimmen ein von Rekener Seite gemachter Vorschlag auf Trennung mit zehnjähriger gemeinsamer Kasse angenommen.

Der Oberkreisdirektor gab aber nicht die erforderliche Zustimmung und forderte stattdessen die beiden Parteien auf, ihren Trennungsbeschluss nochmals zu überdenken. Daher musste sich die Amtsvertretung in ihrer Sitzung vom 27. Januar 1954 wiederum mit dem Trennungsbeschluss befassen. Nach eingehender Debatte waren die Rekener Vertreter bereit, auf die Verlegung der Verwaltungshauptstelle nach Groß Reken zu verzichten. Der neue Amtsdirektor sollte allerdings vier Tage in Reken und zwei Tage in Heiden arbeiten. Da die Heidener Amtsvertreter auch diesem Vorschlag nicht zustimmen wollten, konnte sich der Rat des Amtes Heiden-Reken schließlich doch nicht dazu durchringen, den Trennungsbeschluss vom 9. März 1953 aufzuheben.

  • Heiden und Reken trennen sich
 Borkener Zeitung vom 11. März 1953
Der Oberkreisdirektor verweigerte jedoch am 16. Februar 1954 seine Zustimmung zur Ausamtung der Gemeinde Heiden. Die Gemeinde Heiden führte daher einen jahrelangen Verwaltungsgerichtsprozeß, der erst mit dem letztinstanzlichen Urteil des VII. Senats des Bundesverwaltungsgerichts vom 4. Juli 1960 endete. Auch das Bundesverwaltungsgericht versagte seine Zustimmung zur Trennung zwischen Reken und Heiden. Kurz zuvor, zum 1. April 1960, war auf Beschluss der Amtsvertretung die Verlegung des Hauptsitzes erfolgt.
Der damalige Amtsdirektor Hans Körner (am 11. Oktober 1955 in Abwesenheit aller Heidener Amtsratsmitglieder von den 15 Rekener Vertretern gewählt und als Nachfolger des 1954 pensionierten Fritz Letsch seit dem 1 . Januar 1956 im Amt)wurde im Jahre 1962 zum Beigeordneten des Gemeindetages Westfalen-Lippe gewählt und gab daher seine Stellung im Amt Heiden-Reken auf. 
  • Borkener Zeitung vom 13.10.1953
 
  • Borkener Zeitung vom 14 Dezember 1962
 Borkenner Zeitung vom 13.10.1953 Borkener Zeitung vom 14.12.1962
Nach einer 11 monatigen Übergangszeit wurde am 1. März 1965 der bisherige stellvertretende Stadtdirektor von Isselburg, Hermann Bollwerk, neuer Amtsdirektor von Heiden-Reken. In seiner 24jährigen Amtszeit hat Bollwerk sich große Verdienste um das Wohl des Amtes und der dazu gehörenden Ortschaften erworben. Nicht zuletzt sein persönlicher Einsatz führte am 1. Juli 1969 zum freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Groß Reken, Hülsten und Klein Reken zu einer lebensfähigen Großgemeinde. Auch wurde eine gute Zusammenarbeit zwischen und mit den Gemeinden des Amtes Heiden-Reken auf sein Betreiben hin wiederhergestellt.
Infolge der kommunalen Neugliederung im Land Nordrhein-Westfalen wurde am 1. Januar 1975 auch das Amt Heiden-Reken aufgelöst. Die Gemeinde Heiden behielt ihre Selbständigkeit und hat seit dem 1. Januar 1977 eine eigene Verwaltung. Am 1. März 1987 trat Gemeindedirektor Hermann Bollwerk in den Ruhestand und wurde durch seinen Nachfolger, Gemeindedirektor Rennings, abgelöst.
  • Rathaus
 
  • Verzeichnis der hauptamtlichen Verwaltungschefs
 Das neue Rathaus
der Gemeinde Reken
Verzeichnis der
hauptamtlichen Verwaltungschefs
 
 
 
 
Bernward Roters 1. Hauptamtlicher Bürgermeister

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