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Der Ortsteil Bahnof Reken

Die Errichtung eines Bahnhofes zwischen Groß- und Klein Reken an der neuerrichteten Eisenbahnlinie war der Ausgangspunkt für die Entstehung des Ortsteiles Reken Bahnhof. Die Windmühle und der Kötter Sicking hatten dort in der Nähe bereits ihren Standort.
Zusätzlich erbaute der Müller van Lishout im Jahre 1880 die Gastwirtschaft „Zum Bahnhof “. Die Errichtung der Bauerlichen Bezugs- und Absatz-Genossenschaft im Jahre 1889 lockte weitere Ansiedler an, darunter Schumacher, der ein Kolonialgeschäft eröffnete, Bäcker Mecking, der eine Bäckerei mit Verkaufsladen einrichtete, und Franken, der eine Schmiede in Betrieb nahm.
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 Der Bahnhof Bahnhof in Reken

Aus der Geschichte der Pfarre St. Elisabeth in Reken-Bahnhof 

Als im Herbst des Jahres 1920 ein Bebauungsplan für das Bahnhofsgelände aufgestellt wurde, regte Pfarrer Tenhaken von Groß-Reken an, in diesem Gelände auch ein Grundstück für eine neue Kirche vorzusehen. Einige Männer vom Bahnhof griffen diesen Plan sofort auf, denn der Wunsch nach einer eigenen Kirche bestand schon mehrere Jahre.
Da man eine eigene Schule hatte, die schon von über 100 Kindern besucht wurde, bemühte man sich auch um ein eigenes Gotteshaus, in dem wenigstens an Sonn- und Feiertagen eine hl. Messe gefeiert werden konnte. 
Die Anregung, einen Platz für eine Kirche zu sichern, wurde von den Herren Heinrich Sicking, Reinert, Löchteken, Hake, Röhling und Addicks aufgegriffen. Die Männer waren es auch, die später als Vorstandsmitglieder des Kirchenbau- vereins das gemeinsame Werk entscheidend geführt haben. Sie trafen sich und besprachen den Plan. Das Ergebnis dieser ersten Versammlung war:
1. Wenn wir schon einen Platz kaufen, wollen wir auch gleich eine Kirche darauf bauen.
2. Wir allein sind nicht in der Lage, einen solch großen Plan zu verwirklichen; wir gebrauchen dazu die Hilfe der ganzen Gemeinde.

Evangelische Friedenskirche 

Als der 2. Weltkrieg 1945 zu Ende war, entstand durch die Einwanderung der Vertriebenen aus den Ostgebieten auch im Gemeindebezirk Reken eine kleine Diasporagemeinde der evangelischen Kirche. Die Versorgung bzw. Amtshandlungen und die Betreuung erfolgten zunächst von der evangelischen Groß Pfarre Coesfeld aus. Am Pfingstsonntag des Jahres 1948 hielt der Pfarrer Karl Drees (seit 1947 aus der russischen Kriegsgefangenschaft entlassen) seinen ersten Gottesdienst in Reken. Der Genannte hatte seine Wohnung (1 Zimmer) zunächst bei H. Lochteken. Schon 1 Jahr später bezog er mit seiner Familie die Wohnung bei Herrn Rohring im Oberdorf zu Groß-Reken.

Die Schulen

Zu Beginn dieses Jahrhunderts gab es im Ortsteil Reken-Bahnhof noch keine Schule. Daher waren die dort lebenden Eltern verpichtet, ihre Kinder entweder in die Volksschule von Klein-Reken oder in die Dorfschule von Groß-Reken zu schicken. 
Im Jahre 1908 fand im Ortsteil Reken-Bahnhof eine von Privatleuten organisierte Geldsammlung für eine eigene Schule statt. Vor allem der Bahnhofswirt Heinrich Sicking (1862 - 1943) hatte entscheidenden Anteil am Gelingen dieser Aktion, die schließlich zum Erwerb eines 25 Ar großen Schulgrundstücks führte. 
Auch die Bewohner der umliegenden Bauerschaften Kreulkerhok, Uhlenberg, Holtendorf und Äckern waren am Bau einer Schule in Reken-Bahnhof interessiert. Auf dem von Heinrich Sicking erworbenen Schulgrundstück (an der Chaussee nach Groß-Reken) wurde im Jahre 1909/ 10 durch den Bauunternehmer Heinrich Reinert (1875 - 1934) eine einklassige Schule errichtet, die im Vergleich zu heutigen Schulgebäuden recht bescheiden ausgestattet war (vor allem hinsichtlich der sanitären Anlagen).

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