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Die Schulen

Die Volksschulen Waren ursprünglich kirchliche Einrichtungen, die die Kinder in Religion unterrichten. Sie entwickelten sich nach und nach aber zu elementaren Bildungseinrichtungen. Neben dem Religionsunterricht erhielten die Kinder Unterricht im Lesen, Schreiben und Rechnen.
Bis zum 18. Jahrhundert wurde die Schulaufsicht von kirchlichen Organen wahrgenommen. Zu Beginn des 19.Jahrhunderts erkannte auch der Staat die Wichtigkeit von Schulen und leistete finanzielle Unterstützung, indem er Zuschüsse zu den Lehrergehältern gab.
Die Schulen vor und zu Beginn des 18. Jahrhunderts waren äußerst primitiv. Die Lehrer waren schlecht ausgebildet und übten ihre Tätigkeit als Nebenbeschäftigung aus, welche von den Eltern, die ihre Kinder in die Schule schickten, bezahlt wurde.
Vor der Schulreform 1968 gab es in Groß Reken, im Bollengraben und im Preinhok Volksschulen.
  • letzte_Schule_Preinhok
  • Viefhues_Schoole_in_der_Hauptstrasse_links
 Die letzte Schule im Preinhok
erbaut 1959
Viefhues Schoole
in der Hauptstrasse links
 

Michaelschule
Volksschule Preinhok
Volksschule Bollengraben
Overbergschule (Gemeinschaftshauptschule) Groß Reken

1. Volksschule Groß Reken (Michaelschule
 Die älteste Nachricht über das Vorhandensein einer Schule im Groß Rekener Raum reicht in das 18. Jahrhundert hinein. Das alte Schemmer´sche, jetzt weißes Haus, diente in seiner östlichen Hälfte als Schulraum, wo ein Lehrer Kovoet den Unterricht abhielt.
1820 wurde an der Nordostecke des „Kirchhofes“ eine Knabenschule erbaut. Die ständig steigende Schülerzahl machte es notwendig, auch für Mädchen einen Schulraum einzurichten, welcher sich im Hause des Wirtes Schulte, ebenfalls am Kirchhof, befand.
  • Die_alte_Maedchenschule
 Die alte Mädchenschule
Ein Fräulein Schulte unterrichtete damals den weiblichen Nachwuchs.
 Die nach dem Tode von Pastor Hoyng freigewordene Wohnung, das spätere Viefhues'sche Haus, diente um 1830 zur Unterrichtung einer gemischten Unterklasse.
  • Viefhues_Schoole_in_der_Hauptstrasse_links
 Viefhues Schoole
in der Hauptstrasse links
ln Groß Reken gab es um das Jahr 1870 zwei einklassige Schulen, eine Knabenschule mit 180 Schülern und eine Mädchenschule mit 170 Schülerinnen.
Die Chronik sagt weiter aus, daß im Jahre 1890 in Groß Reken vier Schullokale mit 4 Lehrpersonen und 6 Klassen bestanden haben müssen. Sanitäre Anlagen, wie Schulaborte gab es seinerzeit nicht. Hinter der Schule befand sich ein freier Platz mit tiefem Morast, dieser Platz diente als „gemeinsamer Abort“. 1897 baute die Gemeinde an der Hauptstraße ein neues zweistöckiges Schulgebäude, welches zwei Schulzimmer und zwei Wohnungen umfaßte. Die Knaben- ober- und die Knabenunterklasse waren hier untergebracht.
  • Altes Amtsgebude
 Schule Hauptstraße jetzt Jugendheim
1926 nahm die Gemeinde den Bau einer neuen vierklassigen Schule an der heutigen Schulstraße in Angriff. Nach der Fertigstellung wurde im Jahre 1930 das bisherige Gebäude an der Hauptstraße an das damalige Amt Reken verkauft, wo sich von nun an der Amtssitz der Rekener Verwaltungsbefand.
lm Jahre 1944 kam es wegen der Wirren des zweiten Weltkrieges zum Erliegen
des Schulbetriebs. Erst im Oktober 1945 begann für die Groß Rekener Volksschüler wieder ein planmäßiger Unterricht, zunächst allerdings noch in Privaträumen, da der Bombenschaden des Volksschulgebäudes noch nicht behoben war.
  • Michael_Schule_erbaut_1926
  • Eine_Schulklasse_im_Jahre_1927
 Michael Schule erbaut 1926 Eine Schulklasse im Jahre 1927
Zu jener Zeit besuchten 522 Kinder die Groß Rekener Volksschule. lm Jahre 1960 erhielt die Michaelschule einen schon lange notwendigen Neubau. Durch eine Pausenhalle wurde die Verbindung mit dem Altbau hergestellt.
Zu Beginn des Schuljahres 1968/69 erfuhr`das Schulwesen eine grundlegende Veränderung. Die Volksschule wurde in eine Grund- und Hauptschule aufgegliedert. lm Gebäude der Michaelschule verblieben die Jahrgänge 1-4. Hinzu kamen die Schüler aus den aufgelösten Volksschulen Preinhok und Bollen- graben. Durch den Willen der Eltern bekam die Michaelschule den Charakter einer katholischen Bekenntnisschule.
  • Michaelschule
  • Michaelschule_Einschulung
 Michaelschule Michaelschule Einschulung
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 2. Volksschule Preinhok
Die Geburtsstunde der „Volksschule Preinhok“ fällt in das Jahr 1897. Auf einem Ackergrundstück von rd. 3/4 Morgen errichtete die Gemeinde eine einklassige Schule mit Lehrerwohnung und Wirtschaftsteil. Um die Jahrhundertwende (1899) beherbergte die Schule in der Bauerschaft Preinhok 98 Kinder. Die ständig steigenden Schülerzahlen machten es erforderlich, dass ein Teil der Kinder aus dieser Bauerschaft zur Dorfschule nach Groß Reken überwiesen werden musste. lm Jahre 1910 stellte man eine zweite Lehrkraft ein, um den 110 Kindern in zwei Klassen aufgeteilt durch Vormittags- und Nachmittagsschulstunden das not- wendige Unterrichtswissen zu vermitteln. Schon ein Jahr später hob man die 2. Lehrerstelle wieder auf. Durch den wiederum einklassigen Unterricht waren 22 Kinder gezwungen, den langen Schulweg zur Groß Rekener Dorfschule anzutreten.
  • letzte_Schule_Preinhok
 letzte Schule Preinhok
 In unmittelbarer Nähe des alten Schulgebäudes errichtete die Gemeinde im Jahre 1959 ein völlig neues, zweiklassiges Schulgebäude. Die 1968 durchgeführte Schulreform im Lande Nordrhein-Westfalen brachte es mit sich, dass die Schule Preinhok offiziell aufgelöst wurde.
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3. Volksschule Bollengraben
Durch den Bau eines Klassenraumes auf einem vom Bauern Bollengraben zur Verfügung gestellten 2 Morgen großen Grundstücks konnte im Jahre 1929 die Volksschule der Bauerschaft Bollengraben eröffnet werden. Wegen zu geringer Schülerzahlen wurde diese Bauerschaftsschule schon 9 Jahre später (1938) wieder geschlossen. Ab diesem Zeitpunkt diente die Schule zunächst einmal zu Wohnzwecken. Nachdem im September 1949 eine Kommission der Regierung das ehemalige Schulgebäude im Bollengraben besichtigt hatte, wurde kurze Zeit später deren Wiedereröffnung beschlossen. Nach der anderweitigen Unterbrin- gung der damaligen Mieter und der notwendigen Renovierung nahm am 20. 2. 1952 Josef Tolksdorf den Unterricht auf. 56 Kinder besuchten seinerzeit diese Schule. Die Schulreform in Nordrhein-Westfalen machte im Jahre 1968 ein Weiterbestehen der Volksschule Bollengraben unmöglich. Die Chronik dieser Schule schließt mit folgenden Worten: „Auf Beschluss der Gemeindevertretung wird die Schule mit Wirkung vom 1. 8. 1968 als überholte, Zwergschule' für immer geschlossen."
  • Die_einklassige_Schule_Bollengraben_erbaut_1929
 Die einklassige Schule Bollengraben erbaut 1929
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8. Overbergschule (Gemeinschaftshauptschule) Groß Reken
 Mit einem Kostenaufwand von rd. 3 Millionen DM errichtete die Gemeinde Reken als Folge der Schulreform im Lande Nordrhein-Westfalen im Jahre 1968 eine Hauptschule, die als Gemeinschaftshauptschule den Namen „Overbergschule“ erhielt. Ab dem 1. 8. 1969 ist die Overbergschule die einzige Hauptschule der Großgemeinde Reken. Mit einer Turnhalle, einem Lehrschwimmbecken sowie allen notwendigen Einrichtungen wie Lehrküche, Sprachlabor, naturwissenschaftlichen Räumen, Aula etc. ist die Overbergschule unter Einbeziehung des 1975 errichteten Erweiterungstraktes eine der modernsten Schulen der Umlandgemeinden. Ab Juni 1972 wird den Schülern die Möglichkeit geboten, das eingerichtete 10. Schuljahr zu besuchen, um so den mittleren Bildungsabschluss zu erlangen.
  • Overberg_Schule
  • Overbergschule
 Overberg Schule  Overbergschule
  • Overbergschule_Lehrkueche
  • Overbergschule_Lehrkueche1
Overbergschule Lehrküche Overbergschule Lehrküche
Seit 1993 ist die Overberg-Hauptschule in Groß Reken bereits Ganztagsschule mit verpflichtendem Unterricht und freiwilligen Angeboten für die  Schüler an den Nachmittagen.
Zu einer weiterführenden Schule in einen anderen Ort fahren zu müssen, das kennen die allermeisten Kinder in Reken nicht. In der Gemeinde können alle Schulabschlüsse der Sekundarstufe I und II erworben werden.
Mit der Einführung dieser neuen Schulform sind sowohl Haupt- als auch Realschule auslaufend gestellt worden und nehmen somit keine neuen Schüler mehr auf. Durch das längere gemeinsame Lernen im integrierten Unterricht ermöglicht die am 5. September 2013 gestartete Sekundarschule allen Kindern in Reken gleiche Bildungschancen. Und durch die fest verankerte Kooperation mit dem Gymnasium der Mariannhiller Missionare hat jedes Kind die Chance, das Abitur nach 9 Jahren zu erwerben

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