Entwicklung des Ortskernes

Nach der Errichtung einer Kirche auf dem Haupt Hof Reken wurden Dienstmannen des Hofes um die Kirche angesiedelt. Sie bildeten den Anfang des Ortskernes Groß Reken. Einige wurden auch am Oberhof angesiedelt, so dass der Ortsteil aus dem Niederdorf und dem Oberdorf bestand. 
Der dazwischen liegende Schulzenhof teilte die beiden Siedlungsgruppen. Der Besitzer des Oberhofes war der Wappenträger des Haupt- oder Schulzenhofes, der drei Raben in seinem Schild führte; daher der Name Raven-Bur. Diese angesiedelten Diestmannen übten alle nebenbei ein Handwerk aus. Vom Haupt Hof erhielten sie Ackerland in Erbpacht, das als Hurland bezeichnet wurde. Für diese Überlassung mussten sie 3 Tage Handdienst im Jahr auf dem Schulzenhof verrichten.

 Die ersten Ansiedler waren im Niederdorf: Uphave, Lehnen (heute Hagemann), Mechelswerth und Niewerth (heute Schaumburg).

 

Ortsteil Groß Reken Unterdorf Groß Reken Unterdorf          Unterdorf Groß Reken Unterdorf

 

Im Oberdorf: Grothe, Keuther, Wullen, Goerth (heute Haus Wilkes), Kellers (heute Höing), Voeth (heute Röhling gt.Freks), Fenger (heute Wübbeling), Bollen (heute Kemper) und Hillen (heute Lensing gt. Matties ).
 
Um 1750 waren am Fischedyk (heutiges Altersheim) ein Steinbrandofen, ein Teerofen und eine Sägegrube vorhanden. Im Oberdorf beim heutigen Geschäft Höing befand sich eine Grube, in der die Tierfelle zur Lederherstellung gegerbt Wurden.
Der erste jüdische Dorfbewohner, ein Löwenstein, wird 1758 erwähnt.
Um diese Zeit entstanden auch die Dorfnachbarschaften: die Unterdörfer, Oberdörfer, Surkstämmer und Pläckerhooker.

Im Jahre 1821 wurde der Schulzenhof unter zwei Geschwistern geteilt. Nach dem Konkurs des einen Teiles konnte die Baulücke zwischen Ober- und Unterdorf geschlossen werden.

 

 Schulte Holthausen(Schulzenhof)   Schulte Holthausen(Schulzenhof)   Schulte Holthausen(Schulzenhof)
  • Schulte_Holthausen
  • Schulte_Holthausen_Hofansicht
  • Schulte_Holthausen_Hofansicht2
 

Mit dem Bau der Landstraße Borken-Haltern 1883 durch den abgetrennten Teil des Schulzenhofes entstand die heutige Hauptstraße, die eine bessere Verbindung zwischen den beiden Häusergruppen schaffte.Bis 1912 war der Ortskern durch die allgemeine Entwicklung auf 147 Häuser angewachsen. Die Hauptentwicklung setzte nach dem 2. Weltkrieg ein. In den Jahren 1953 - 1955 wurde eine zweite Kirche, St. Heinrich, gebaut und die alte Kirche Simon und Judas als Museum eingerichtet. 1985 zählte der Ortskern Groß Reken 701 Wohnstätten (Hausnummern).

  • Altes Amtsgebude
  • Jugendhaus_Hauptstrasse007
Altes Amtsgebäude heute Jugendhaus Hauptstraße

Durch den 2. Weltkrieg und ständig wachsende Einwohnerzahlen änderte sich das Erscheinungsbild der Haupstraße im laufe der Zeit. Im Jahre 1999 erhält die Hauptstraße durch einen Rückbauzu einem Verkersberuhigten Geschäftsereich ein völlig anderes Gesicht. Mit der Veränderung der Hauptgeschäftsstraße in den Groß-Reken vollzieht sich gleichzeitig auch ein Wandel in der Funktion der Straße. Es werden Plätze geschaffen, die den gewollten Aufenthalt in der Straße als Treffpunkt besonders unterstützen.

Hauptstraße vor 1999

  • Hauptstrasse_vor_1999
  • Hauptstrasse_vor_1999_2
  • Hauptstrasse_vor_1999_3
 Hauptstraße vor 1999  Hauptstraße vor 1999  Hauptstraße vor 1999

 Hauptstraße nach dem Umbau von 1999

  • An de Waterpumpe
  • Hauptstrasse_nach_1999-1
  • Hauptstrasse_nach_1999-2
  • Hauptstrasse_nach_1999-3

 Weitere Bilder hier:

 

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