Der Ortsteil Hülsten 

Das große Gräberfeld auf dem Radberg in Hülsten deutet daraufhin, daß hier die erste bedeutende Besiedlungsstelle im Rekener Raıun gewesen ist. Zur Zeit Karls des Großen bestand Hülsten (Hulslo) aus drei sächsischen Zehnerschaften. Unter der fürstbischöflichen Regierung war Hülsten einer der drei Verwaltungsbezirke des Kirchspiels Reken.
In einer Aufzeichnung aus dem Jahre 1665 ist von der „Hülstener Bauerschaft“ die Rede, in der 23 Meßkornpflichtige und 17 Kötter wohnten.
  • Kapelle
  • Kriegerehrenmal
 Kapelle  Kriegerehrenmal

Nach der preußischen Machtübernahme wurde Hülsten im Jahre 1815 selbständige Gemeinde. Wer erster Gemeindevorsteher war, geht aus keiner Schrift hervor. Auf dem Hof des Bauern Jeusfeld wurde der erste Schulunterricht in Hülsten abgehalten, und es wird vermutet, dass Bauer Jeusfeld auch der erste Vorsteher gewesen ist.

Nach Informationen war die Reihenfolge der späteren Vorsteher oder Bürgermeister wie folgt: Büning, Hülsmann, Eversmann, Benning, Alois Jeusfeld, Hermann Denne, Bernhard Hüppe und Hermann Droste. Im Zuge der Gebietsneugliederung in Nordrhein-Westfalen endete die Selbständigkeit von Hülsten im Jahre 1969. Seitdem gehört der Ortsteil zur Großgemeinde „Reken“. Zur Zeit des Zusammenschlusses zählte die Gemeinde Hülsten 700 Einwohner. 

 
Eine Besonderheit in Hülsten War die frühe Nutzung der Wasserkraft. So stand die erste Wassermühle im Rekener Raum am Boombach, dessen Besitzer der Bauer Looks (heute Besseling) war. Auf dem 90 Meter hohen Blomberg stand das weithin sichtbare Wahrzeichen von Hülsten, die „Piepers Mölle“. Leider hat nach dem 2. Weltkrieg sich keiner verantwortlich gefühlt, sie zu erhalten.
Heute dient der Mühlenplatz dem Schäferhundeverein als Übungsplatz. Seit den fünfziger Jahren dient das weiträumige, unbewohnte Gebiet zwischen Hülsten und Lavesum den Natotruppen als Schießplatz. In der ersten Zeit wurden auch umfangreiche landwirtschaftliche Flächen in Anspruch genommen. Die Einsprüche vieler Grundstückseigentümer führten zur Reduzierung des Schießplatzes auf die vorhandenen Moor- und Heideflächen.
Hülsten verfügte nicht über eine eigene Kläranlage, deshalb konnte nur eine Wohnbaufläche an der Grenze von Maria-Veen ausgewiesen werden. Nur nach dort war die Entsorgung der Wohnhäuser in der Grenzmark und der Wilkenheide möglich. Dieser Bereich und die Nachbarschaft „Boom“ wurden an die zentrale Wasserleitung angeschlossen, der Bereich „Boom“ deshalb, weil zu hohe Nitratwerte in der Eigenversorgung festgestellt wurden. Der Ortsteil Hülsten konnte sein ländliches Landschaftsbild und seine ländliche Struktur bis heute erhalten, und man kann nur hoffen, dass es so bleibt. Nach der Schließung der Schule sind die renovierte Kapelle und das Kriegerehrenmal zum Wahrzeichen von Hülsten geworden.
Der Allgemeine Bürgerschützenverein und der Sportverein Blau-Weiß Hülsten sind sehr aktiv, damit die Tradition und der Zusammenhalt der Bürger in Hülsten gewahrt und gefördert werden.
Die Einwohnerzahl beträgt zur Zeit etwa 800 bis 820.

Die Ortslage Hülsten Weist nicht die Voraussetzungen für die Darstellung im Flächennutzungsplan auf. Nach teils zähen Verhandlungen mit den übergeordneten Behörden erreicht die Gemeinde, dass hier neue Wohnbauflächen über eine städtebauliche Satzung für 6 Baugrundstücke angelegt werden können. Erschlossen werden die Baugrundstücke durch die Stichstraße „Boom“.

  • Hülsten
  • Kapellenansicht_1
 Baugebiet Hülsten  Kapelle Hülsten

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